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 04.01.2012  

Familienkarrieren
Unsere Matronen – aus Sicht eines Machos

Eine Matrone ist laut Wikipedia eine Frau von Stand, Familienmutter, ehrbare Ehefrau, vornehme Dame, Herrin und Gebieterin. In diesem Sinne skizziert Ulrich Gross, Journalist und Mitglied im Competence Board, in lockerer Folge die bekanntesten deutschen Matronen, u. a. Susanne Klatten, Friede Springer und Liz Mohn.

Droht Europa das Matriarchat, die Herrschaft der Frauen und Mütter, die sich erfolgreich gegen ihre männlichen Unterdrücker durchgesetzt haben? Frauen dringen in immer mehr Reservate vor, scheuchen die Männer aus ihren Direktorensessel und Club-Fauteuils auf. Politik, Wissenschaft, Finanzen, Sport – kein Bereich scheint mehr unüberwindbar für die neue Generation der Matronen. In einer kleinen Serie schreibt Ulrich Gross aus der Sicht eines Machos über die einflussreichsten Repräsentantinnen des Matriarchats.

Susanne Klatten: Die Milliardärin und der Gigolo

Susanne Hanna Ursula Klatten, geborene Quandt, (49) ist die reichste Frau Deutschland und drittreichste Europas. Ihre bizarre Love-Story, die mit einer Millionen-Erpressung endete, soll Vorlage für den ARD-Film „Kennen Sie Ihren Liebhaber?“ sein. Das Erste zeigt die Produktion mit Christine Neubauer und Hans-Werner Meyer in den Hauptrollen. Laut SPIEGEL erinnert der Film sehr stark an einen Skandal um die „BMW-Erbin Susanne Klatten“, die dem „Charme eines Gigolos erlag, der sie schließlich erpresste.“

Susanne Klattens Vermögen wird auf 14,6 „billion“ US-Dollars geschätzt. Nein, ganz so superreich ist sie nun auch wieder nicht: Übersetzt in europäische Dimensionen verfügt sie „nur“über rund 11,3 Milliarden Euro. Und kassiert Jahr für Jahr weit mehr als 100 Millionen Euro Dividende. Die zahlen weltbekannte Firmen wie die Konzerne BMW, Altana und SGL Carbon.

Uniformen für Kaisers Matrosen

Die sportliche Blondine ist die Tochter des Großindustriellen Herbert Quandt, der sein Vermögen auch damit mehrte, dass er den bayrischen Autokonzern BMW Ende der 50er Jahre vor dem Konkurs rettete und mit neuen sportlichen Modellen und innovativer Technik zu den begehrtesten Autoschmieden der Welt tunte.

Das Fundament zum Reichtum der Familie legte Susannes Urgroßvater Emil mit der Produktion von Uniformstoffen für die Matrosen von Kaiser Wilhelm Zwo. Sein Sohn Günther, schon ab 1933 Mitglied der Nazi-Partei, nutzte die Hyperinflation der 20er Jahre, um die Batteriefabrik AFA zu übernehmen, die später unter dem Markennamen VARTA bekannt wurde. Die deutsche U-Boot-Flotte war einer der wichtigsten Kunden. Eine Reihe anderer Fabriken rundete während des „Dritten Reichs“ das Portfolio ab. In von ihm beherrschten Fabriken wurden auch Tausende von Häftlingen aus den Konzentrationslagern beschäftigt. Diese Quandt-Generation war sehr eng mit den Nazi-Führern verbunden. Das zeigt auch die Heirat von Magda Quandt mit dem Propagandaminister Joseph Göbbels. Die zweite Frau von Günther Quandt ließ sich von dem Industriellen scheiden, um den Nazi-Führer zu ehelichen. In Göbbels` Haus wuchs auch Günthers Sohn Harald Quandt auf, heute ebenfalls Multimilliardär.

Auch ein dickes Aktienpaket von Daimler Benz glänzte lange im Familien-Depot. Aber Herbert Quandt (1910 bis 1982) spezialisierte sich auf die Anteilscheine von BMW. Er vererbte sie seinen Kindern Susanne, ihrem Bruder Stefan und deren Mutter Johanna (95), geborene Bruhn. Die Familie besitzt fast 50% des Konzerns.


 
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  • Tags:
  • Susanne Klatten
  • Matrone
  • Herrin
  • Gebieterin

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © gettyimages

 

 

1 Kommentar »

10.08.13 15:38 Uhr
marxer
frau klatten
Frau Klatten ist eine hervorragende Frau.Fürmich ist es beschämend das sich so ein Mensch noch auf Grund einer Verfehlung Fernsehfilme gedreht werden,es ist doch nur etwas für Durchgeknallte für die Frau ist es ganz einfach demütigend und schlüpfrig.Ich hoffe nur das Frau Klatten an solchen schlüpfrigen Kamellen keinen Schaden nimmt.Es zeigt aber auch wieder die Grösse des Menschen und Frau ist für mich ein ganz grosser Mensch welchem um sein Wissen und Einfluss beneide.
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