RUB
Transferpreis verliehen: 10.000 Euro für Spin-off
Vanessa Peters und Daniel Ziggel sind ins kalte Wasser gesprungen – mit Erfolg. Als Rechtsanwältin und Mathematiker gründeten sie 2010 ihr eigenes Unternehmen „quasol“, das Rechenmodelle für die Portfoliooptimierung für die Finanzbranche anbietet. In nur zwei Jahren ist es ohne Fremdkapital zu einem rentablen Unternehmen herangewachsen.

Ausgezeichnet mit dem Transferpreis (v. l.): Dr. Karl Grosse (rubitec), Prorektor Prof. Ulf Eysel, Christoph Burghaus (Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet) und die Preisträger von quasol, Daniel Ziggel und Vanessa Peters
Dafür erhielten die beiden RUB-Absolventen heute den mit 10.000 Euro dotierten Transferpreis der Ruhr-Universität, gesponsert von der RUB, der IHK Mittleres Ruhrgebiet und rubitec GmbH.
Prämiert wurden zudem drei herausragende Ideen im Erfinderwettbewerb.
Optimiert: Finanzsoftware auf dem Stand der Forschung
Spätestens seit der weltweiten Finanz- und der europäischen
Schuldenkrise wissen wir, dass klassische Methoden zur
Vermögensaufteilung versagen. Die quasol-Software hingegen rechnet aus,
wie ein Anleger sein Geld am besten auf Aktien, Staatsanleihen,
Festgeldkonten usw. verteilt – und zwar so, dass es optimal zu seinem
Risikobewusstsein passt. Interessant ist das etwa für Anlageberater, die
mit diesen Zahlen ihre Klienten optimal informieren können. Ziggel und
Peters arbeiten inzwischen mit einem etablierten Software-Haus zusammen,
das verschiedene Banken und Vermögensverwalter betreut. quasol liefert
neue Rechenkerne für diese Software, die so noch mehr Funktionen erhält –
beispielsweise berechnet sie bestimmte Risikokennzahlen. Hier zahlt
sich die Verbundenheit der Unternehmensgründer zur Universität direkt
aus. Das Besondere an quasol: Ziggel und Peters setzen statistische
Modelle und Methoden auf dem neusten Stand der Forschung ein. Das ist
laut Ziggel auf dem Markt meist nicht der Fall: „Die Praxis hinkt der
Uni oft 50 Jahre hinterher.“
Heureka! Prämierte Erfindungen aus der RUB
Neue Erfindungen braucht das Land – und davon gibt es an einer der
größten Universitäten Deutschlands einige. 27 Erfindungsmeldungen sind
im vergangenen Jahr an der RUB eingegangen, sie alle nahmen am
Erfinderwettbewerb der rubitec teil. Drei herausragende Innovationen
wurden mit je 1.000 Euro prämiert:
- Prof. Dr. Stephan Hahn und Dr. Alexander Baraniskin entdeckten in
Kooperation mit Prof. Dr. Wolff Schmiegel zwei sehr kleine Moleküle, die
als Tumormarker eine Krebserkrankung anzeigen. Der Nachweis dieser
Moleküle gelingt sehr leicht in beliebigen Körperflüssigkeiten, am
besten Blut, und könnte in Zukunft Diagnosen deutlich vereinfachen.
- PD Dr. Jan Meijer hat zusammen mit Kollegen von der RWTH Aachen ein
neues Verfahren zur hochpräzisen Distanzmessung entwickelt. Interessant
ist das für die Mikro- und Nanotechnologie, zum Beispiel für
Kontrollsensoren in der Chipherstellung. Für ihren höchstauflösenden
Auslesemechanismus nutzen die Forscher geschickt einen eigentlich als
störend geltenden Effekt aus der Halbleitertechnik (Kurzkanaleffekt).
- Prof. Dr. Martin Muhler, Dr. Thomas Franzke und Larissa Schwertmann
haben ein neues, effizienteres Verfahren zur Herstellung von
Katalysatoren entwickelt, mit denen sich Acrolein aus Propen gewinnen
lässt. Acrolein ist ein Aldehyd und dient in der chemischen Industrie
als Rohstoff zur Synthese weiterer Stoffe. Die derzeit noch verwendeten
Katalysatoren zur so genannten Selektivoxidation von Propen zu Acrolein
beinhalten viele verschiedene Elemente, die das Verfahren komplex und
aufwendig machen.
Weitere Informationen
Dr. Gordon Heinemann, rubitec GmbH, Universitätsstr. 142, 44799 Bochum, Tel. 0234/32-11951, gordon.heinemann@rub.de
Homepage: http://www.rubitec.de/
(Redaktion)
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Tags:- Rechtsanwalt
- Mathematiker
- Portfoliooptimierung
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Bild Nr. 1 © RUB-Pressestelle, Babette Sponheuer

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