Uni Graz
ForscherInnen entdecken Schlüssel zu Morbus Parkinson
Dr. Sabrina Büttner und Univ.-Prof. Dr. Francesco Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften konnten erstmals einen wichtigen molekularen Schalter des neuronalen Zelltodes der Parkinson-Krankheit identifizieren. Die wegweisenden Forschungsergebnisse wurden im renommierten Journal „Cell Death & Differentiation“ (Nature Publishing Group) publiziert.

Sabrina Büttner und Francesco Madeo entdeckten einen Schlüssel zur besseren Erforschung von Morbus Parkinson.
Unkontrollierbares Zittern, Steifheit in der Muskulatur, verlangsamte und unkoordinierte Bewegungen: Das sind Anzeichen von Morbus Parkinson, einer der häufigsten degenerativen Erkrankungen des Gehirns. ForscherInnen der Karl-Franzens-Universität Graz sind nun dem Schlüssel zu dieser Krankheit einen großen Schritt näher gekommen.
Morbus Parkinson entsteht durch das Absterben sogenannter dopaminerger
Neuronen in einem wichtigen Bereich des Gehirns, der für die
Koordination zuständig ist. Der genaue Mechanismus, der dem Tod dieser
Nervenzellen zugrunde liegt, war bis dato unbekannt. „Was wir wissen
ist, dass erkrankte Zellen sich durch einen unnatürlich hohen
Kalziumgehalt auszeichnen“, erklärt Madeo. Unterstützt durch ein
internationales ForscherInnen-Team untersuchten Madeo und Büttner ein
spezielles, Kalzium transportierendes Protein namens PMR1 und machten
eine aufschlussreiche Entdeckung: Sobald dieses Protein zerstört wurde,
konnten die WissenschafterInnen in verschiedenen Organismen beobachten,
dass die durch die Parkinson-Erkrankung angegriffenen Zellen überleben.
Fruchtfliegen wiesen im Test danach zudem weitaus bessere motorische
Fähigkeiten auf. Gleichzeitig konnten die MolekularbiologInnen
feststellen, dass eine Inaktivierung von PMR1 den Anstieg von Kalzium in
den Nervenzellen, der die Parkinson-Erkrankung charakterisiert,
verhindert.
Die Forschungsergebnisse stellen einen wichtigen Schritt für ein
besseres Verständnis der Krankheit und damit für neue
Therapie-Möglichkeiten dar, sind Madeo und Büttner überzeugt:
„Medikamente zu entwickeln, die PMR1 ausschalten, wäre möglicherweise
eine interessante Aufgabe für die Pharmaforschung.“
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Francesco Madeo
Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz
Tel.: +43 (0)316/380-8878
E-Mail: frank.madeo@uni-graz.at
(Redaktion)
| Tweet |
Tags:- Biowissenschaften
- Parkinson
- Forschungsergebnisse
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Uni Graz

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik
MINT-Berufe, -Studiengänge, -Karrieren, -Aktionen stehen seit einem Jahr im Fokus unserer Recherchen.
Übersicht aller bisherigen MINT-Beiträge, Beiträge zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

© fotolia.com
Informationen zu Vorteilen, Nutzen, Kosten einer Premium-Mitgliedschaft und Anmeldung finden Sie hier
- 17.06.
19:29 - 05.06.
11:23 - 24.05.
13:01 - 15.05.
10:05 - 10.05.
22:39 - 27.04.
10:34 - 25.04.
13:07
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 19.06.
- 19.06.
- 19.06.
- 18.06.
- 17.06.
- 17.06.
- 15.06.
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7

Mit einem Klick Zugriff auf tausend Tipps, Ideen und Anregungen für die berufliche Karriere. Dazu filtern wir aus der tagtäglichen Informationsflut das heraus, was wichtig ist, wir verfolgen gesellschaftspolitische Strömungen, wir vertiefen Wissen zu Branchen und zukunftsgerichteten Berufen, wir fragen nach bei erfolgreichen Frauen und Unternehmen, wir berichten über das Neueste aus Wissenschaft, Forschung und Netzwerken und wir bieten ein Forum für Kompetenz. Kurzum: Career-Women.org hat sich zum Google für Frauen und Karriere entwickelt.

Letzter Beitrag: Schneewittchen und der Frauen-Karriere-Index
Alle Beiträge zu Trends aus Wirtschaft, Politik und Medien mit Fokus auf Frau und Karriere aus dem Blickwinkel von Chefredakteurin Karin Bäck.



