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 10.06.2011  

MINT
MINT-Studentinnen gezielt gefördert

Studentinnen werden an der Hochschule Biberach ab sofort zu Fragen rund um Studium und Beruf beraten. Dr. Julia Kipper-Albertini ist seit Anfang Juni die Ansprechpartnerin der zentralen Karriereberatungsstelle, für die die Hochschule Biberach innerhalb des Förderprogramms „Frauen in MINT-Berufen in Wirtschaft und Wissenschaft“ einen Zuschlag erhielt.

Auf vier Säulen steht das Konzept für die Karriereberatungsstelle, das die Gleichstellungsbeauftragte Prof. Dr. Kerstin Otte für die Hochschule Biberach entwickelt hat: Seminare mit externen Referenten, ein Mentorinnen-Netzwerk, die individuelle Beratung während des Studiums und die Begleitung in die Berufswelt hinein stehen auf dem Programm. „Die Wahl des richtigen Studiums oder des passenden Praktikums sind wichtige Weichenstellungen“, so Dr. Kipper-Albertini.

Die Karriereberaterin kennt die Anforderungen aus der eigenen Praxis: Sie selbst studierte Chemie an der Universität Stuttgart, an der medizinischen Fakultät der Universität Bonn legte sie ihre Promotion ab und als Post-Doktorandin arbeitete und lebte sie für drei Jahre in New York. Fast zehn Jahre war sie anschließend für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Projektträger für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) u.a. in der Beratung tätig. Erfahrungen, die sie in Studium und Beruf gesammelt hat, will sie ebenso in ihre Arbeit einbringen wie ihr weit geknüpftes Netzwerk, das sie in die berufliche wie wissenschaftliche Welt pflegt. Auch die „nicht immer einfache“ Vereinbarkeit von Familie und Beruf kennt die Akademikerin aus eigener Erfahrung.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit steht die Aufbauphase, denn das Thema Karriereberatung für Frauen ist neu an der Hochschule Biberach. Persönliche Beratungsgespräche aber, so Dr. Kipper-Albertini, sind ab sofort möglich.

Die Beratung und Unterstützung für Studienfächer wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) soll junge Frauen gezielt ansprechen und motivieren, als Ingenieurin oder in einem technischen Beruf tätig zu werden. „Denn noch“, so Kipper-Albertini, „interessieren sich viel zu wenige für diese spannenden Berufswelten oder nehmen gar Führungspositionen ein“.
Dabei ist längst bekannt, dass der Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften ein strukturelles Problem für Deutschland bedeutet. Die Initiative „MINT – Zukunft schaffen“ bezeichnet die Situation als „Wachstums- und Innovationsbremse für die deutsche Volkswirtschaft“.

Die Hochschule Biberach bietet im MINT-Bereich die Studiengänge Bauingenieurwesen, Projektmanagement, Gebäudeklimatik, Energiesysteme und Biotechnologie an. Das bundesweit einmalige Studienangebot Pharmazeutische Biotechnologie wird zum Wintersemester 2011/12 um den Bachelor-Studiengang Industrielle Biotechnologie erweitert. Ausgebildet werden Ingenieurinnen und Ingenieure, die Bioprozesse zur Erzeugung von Energieträgern und Wertstoffen anwenden können. Verfahrenstechnik, Chemie und technische Mikrobiologie sind die Schwerpunkte des Studiums, das vielfältige Berufsmöglichkeiten in die verschiedensten Industriezweigen eröffnet. „Gerade Frauen zeichnen sich durch große Sozialkompetenz und Teamfähigkeit aus und eigenen sich dadurch für die komplexer werdenden Aufgaben und gestiegene Interdisziplinarität und Internationalität der MINT-Branche“, sagt die promovierte Chemikerin.

Ansprechpartnerin:
Dr. Julia Kipper-Albertini
Tel: 07351/582-439
eMail: kipper-albertini@hochschule-bc.de
Weitere Informationen:

 

(Redaktion)

  • Tags:
  • MINT
  • Studentinnen
  • Beratung
  • Hochschule Biberach

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © HBC

 

 

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