Universitätsklinikum Leipzig
Sandra Purz für Krebsdiagnostik bei Kindern ausgezeichnet
Für ihre Untersuchungen zu schonenden Diagnostikmethoden mittels PET bei an Blutkrebs erkrankten Kindern erhält UKL-Nuklearmedizinerin Dr. Sandra Purz den diesjährigen Wolfgang Becker Forschungspreis.

Dr. Sandra Purz, Oberärztin der Klinik für Nuklearmedizin am UKL, erhält den Wolfgang Becker Preis für ihre Forschungsarbeit.
Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird alljährlich von der Bayrischen
Gesellschaft für Nuklearmedizin für patientenorientierte klinische
Studien zu nuklearmedizinischen Methoden verliehen.
Dr. Sandra Purz konnte in der ausgezeichneten Arbeit zeigen, dass durch
eine Untersuchung im Positronen-Emissions-Tomographen (PET) bei Kindern
mit Lymphdrüsenkrebs Auswirkungen der Krebserkrankung sicher und genau
diagnostiziert werden können. Dadurch könnten in Zukunft die bisher
noch üblichen und für die Patienten schmerzhaften Knochenmarkentnahmen
verzichtbar werden.
„Unsere Ergebnisse belegen, dass wir im PET mit großer Genauigkeit
sehen, ob und wie weit der Krebs Skelett und Knochenmark angegriffen
hat“, so die Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am
Universitätsklinikum Leipzig. Das ermöglicht eine präzise Bestimmung des
Krankheitsstadiums und damit eine bessere Anpassung der notwendigen
Therapie. „Eine für die kleinen Patienten sehr belastende
Knochenmarkpunktion könnte daher künftig durch eine schonendere
PET-Untersuchung ersetzt werden“, so Purz.
Basis für die preiswürdige Arbeit war die durch die Mitarbeiter der
Hodgkin-Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Regine Kluge, stellvertretende
Direktorin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, über die
letzten Jahre am Uniklinikum Leipzig erstellte größte Datenbank Europas,
wodurch 676 Kinder und Jugendliche in die Studie einbezogen werden
konnten. „Als europäisches Referenzzentrum für nuklearmedizinische
Studien zu Lymphdrüsenkrebs bei Kindern verfügen wir neben der großen
Datenbasis auch über eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik, die
wir dank eines der innovativsten PET-Geräte jetzt entscheidend
weiterentwickeln können“, ergänzt Prof. Osama Sabri, Direktor der Klinik
für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Seit 2011 steht den
Wissenschaftlern am Universitätsklinikum Leipzig eines der weltweit
modernsten PET-MRT-Geräte zur Verfügung. „Dadurch haben wir beste
Bedingungen für unsere wissenschaftliche Arbeit, deren wiederholte
Würdigung durch Preise uns natürlich sehr freut“, so Sabri.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Osama Sabri
Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Leipzig
Tel. 0341-97 180 00
Email: osama.sabri@uniklinik-leipzig.de
Oberärztin Dr. Sandra Purz
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Leipzig
Tel. 0341-97 180 00
Email: sandra.purz@uniklinik-leipzig.de
Univ.-Prof. Regine Kluge
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Leipzig
Tel. 0341-97 180 31
Email: regine.kluge@uniklinik-leipzig.de
(Redaktion)
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Tags:- Krebsdiagnostik
- PET
- Kinder
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Stefan Straube/UKL

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