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 12.08.2012  

Frauenquote
"Frauen werden befördert, Männer ausgesondert."

"Müssen wir Kerle jetzt trauern?", fragt der von mir hoch geachtete Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, in seinem Blog Chefsache. Das Spiel der Geschlechter werde unumkehrbar anders, schließt Tichy seine Kolumne ohne zu verraten, ob er persönlich das begrüßt oder bedauert.

Roland Tichy: "Jetzt erleben Manager in der Blüte ihrer Jahre, was ihre Söhne an den Schulen schon tagtäglich mitmachen: Die herrschende Pädagogik fördert Mädchen; Eigenarten der Jungs werden als Verhaltensauffälligkeit behandelt. Die Ära der Diskriminierung erreicht die Wirtschaft, nachdem Gleichstellungsbeauftragte im öffentlichen Dienst, an Hochschulen und Medizin das alte Ungleichgewicht in ein neues zulasten der Männer verschieben." 

Erstaunt stellt Tichy fest, dass junge Männer das "Karriere-Schlachtfeld" freiwillig verlassen. Eine neue Selbstverwirklichung sei angesagt nach dem Motto: "Sollen sich doch die Mädels durch MINT quälen, die schweren Studiengänge für Maschinenbau, Informatik, Naturwissenschaften und Technik." Die Freiheit abseits von Stress und Burn-Out werde idealerweise auch durch das neue Scheidungsrecht versüsst. Für Frauen der eigentliche relevante Bumerang. Denn viele von Ihnen haben noch nicht realisiert, dass, wenn die Ehe in die Brüche geht, sie ohne gute berufliche Qualifikation ganz schön arm in ihren VANs und Vorstadtvillen aussehen. Natürlich kann man den Verlust der klassischen Rollenverteilung (wovon wir noch weit entfernt sind) bedauern, Herr Tichy, aber das ist keine Folge von Initiativen zur Gleistellung von Frauen in Wirtschaft und Verwaltung.

Zum Beitrag http://blog.wiwo.de/chefsache/2012/08/11/siegerin-im-quotenkrieg/


 

(Karin Bäck Chefredakteurin)

  • Tags:
  • Kerle
  • Trauer
  • Spiel der Geschlechter

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Wirtschaftswoche

 

 

1 Kommentar »

17.08.12 11:37 Uhr
Roland Tichy
Liebe Frau Bäck,

hm, ja wo stehe ich? Ist eigentlich nicht wichtig. Als Journalist beschreibe ich zunächst, was sein wird. Und wenn Sie die Titelgeschichte meiner Kollegin Cornelia Schmergal dazu lesen, dann ist klar, die Quote kommt nicht, sie ist schon da. Und was passiert mit den Männern, sind sie nur die Verlierer? Der Frage versuchte ich nachzugehen, und wenn man das ansieht, kommt man eben darauf, dass man schon das gesamte Bild anschauen muß. Ich teile unbedingt Ihre Auffassung, dass viele Frauen sich in ihren Vans, wie Sie sehr schön bildhaft beschreiben, in Sicherheit wiegen, während die vermeintliche Versorgungsgarantie sich längst aufgelöst hat. Die berühmten Taunus-Muttis in Frankfurt fahren ein hohes Risiko. Nun gut, so ist es. Zurück will keiner, vorne ist anders als gestern.
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