HPI
Hasso Plattner mit offenen Informatik-Kursen im Web
Mit offenen und kostenlosen Online-Kursen zu Themen der Informationstechnologie startet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) heute eine neue Ära der Wissensvermittlung: Rund 10.000 Interessenten, die sich auf der interaktiven Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de bereits registriert haben, können erste Inhalte nutzen. Online-Kurs Nummer eins, angeboten von Stifter Prof. Hasso Plattner, Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns SAP, führt zwei Monate lang in die Thematik einer revolutionären neuen Hauptspeicher-Datenbanktechnologie ein.
Das so genannte In-Memory Data Management ermöglicht das blitzschnelle
und flexible Auswerten riesiger Datenmengen, das früher Stunden oder
sogar Tage gedauert hat. Die entsprechende Technologie wurde unter
Plattners Leitung ab 2007 am HPI erforscht. Zusammen mit
Industriepartner SAP erhielt das Institut in diesem Jahr dafür den
Deutschen Innovationspreis. In der heute beginnenden ersten Kurswoche
können die Teilnehmer durch fünf Lehr-Videos erste Einblicke in das
Themenfeld nehmen. Ihnen wird darüber hinaus vertiefendes Lese-Material
angeboten. Ein automatisch ausgewerteter Test mit 12 Übungsfragen – etwa
zu Zugriffsgeschwindigkeiten, Kompressionsfaktoren oder Mythen der
getrennten Datenhaltung – hilft den Teilnehmern bei der Selbstkontrolle
des Lernfortschritts. Anschließend kann bereits eine kleine
Online-Zwischenprüfung abgelegt werden.
Inhaltlich geht es zunächst um Anforderungen und Charakteristika von
Unternehmensanwendungen sowie um aktuelle Hardwaretrends. Mit einem zu
diesen Anforderungen passenden schematischen Aufbau einer neuen
Hauptspeicher-Datenbank schließt die erste Kurswoche. Grundlegendes
Hintergrundwissen zu Datenbanken ist für den Kurs hilfreich, wird aber
nicht vorausgesetzt.
Zulassungsbeschränkungen für die in ein soziales Lernnetzwerk
eingebetteten Online-Kurse in englischer und deutscher Sprache gibt es
bei openHPI nicht. Geleitet werden die Kurse von den
Informatikprofessoren des HPI. Das Institut zählt zu den Pionieren des
Tele-Teachings in Deutschland und ist mit seinem neuen Angebot Vorreiter
in Europa. Aufgebaut wird auf aktuellen Ansätzen aus den USA. Dort
hatten kürzlich die Universitäten Princeton und Stanford zusammen mit
zwei weiteren Einrichtungen die Plattform „Coursera“ gegründet. Die
Universitäten Berkeley, Harvard sowie das Massachusetts Institute of
Technology betreiben mittlerweile eine weitere Plattform mit dem Namen
„edX“.
Das Angebot von openHPI richtet sich einerseits an Studenten, die sich
mit Informationstechnologie auseinandersetzen möchten. „Andererseits
gehören aber auch Berufstätige, die ihre Informatikkenntnisse für den
Job verbessern und vertiefen wollen oder dieses Wissen für den Ausbau
ihrer Karriere einsetzen möchten und andere Personen, die persönlich an
den IT-Themen interessiert sind, zur Zielgruppe“, sagt Prof. Christoph
Meinel, Institutsleiter des HPI.
Ab November will openHPI eine Einführung in die Technik hinter dem World
Wide Web anbieten. Nach und nach soll das Angebot an offenen
Onlinekursen ausgebaut werden. „Wir werden zum Beispiel Einführungen in
die Grundlagen der Informatik anbieten. Dabei geht es etwa um Aufbau und
Wirkungsweise komplexer IT-Systeme, um die Funktionsweise von Internet
und WWW, um die Sicherheit in der Informationstechnologie und um den
Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt“, erläutert HPI-Direktor
Meinel. Er kündigt aber auch Kurse zu ganz aktuellen Entwicklungen und
Innovationen in der Informationstechnologie wie Semantic Web oder
Multicore und Cloud Computing an.
Jeder der kostenlosen openHPI-Kurse widmet sich einem spezifischen Thema
und dauert rund zwei Monate. Die Kursmaterialien umfassen Lernvideos,
Selbsttests, wöchentliche Hausarbeiten und eine abschließende Prüfung.
Montags werden sämtliche Kursmaterialien der Woche im Web veröffentlicht
und können dann jederzeit bearbeitet werden. In Diskussionsforen werden
die unterrichteten Themen zwischen den Lernenden und den Lehrenden
diskutiert und besprochen. Abgerundet wird die direkte Kommunikation
zwischen Studenten aus aller Welt und den Kursbetreuern durch
wöchentliche Video-Antworten mit Vertiefungen zu den wichtigsten und
spannendsten diskutierten Fragen. Bei erfolgreicher Teilnahme an einem
Kurs erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in
Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems
Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es
den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein
besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches
Informatik-Studium, das von derzeit 460 Studenten genutzt wird. Die HPI
School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten
nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 120 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere
Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun
Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit
ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt
der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen
großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das
Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle
Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf
Spitzenplätze. Mit openHPI bietet das Institut seit Anfang September
2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen
steht.
https://openhpi.de - Open HPI, die kostenlose Online-Lernplattform des Hasso-Plattner-Instituts
(Redaktion)
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Tags:- Online-Kurse
- Hasso-Plattner-Institut
- Informationstechnologie
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © HPI / Kay Herschelmann
Ich habe beim Hasso Plattner Institut den Kurs Internetworking mit gemacht. Der Inhalt war klar und deutlich aufgebaut, der Service sehr gut, die Lernplattform intuitiv zum leichteren Verständnis perfekt aufgebaut. Für mich gab es das Problem, dass ich nie gelernt habe binäre Zahlen zu berechnen und ein MAC Book benutze, wobei Hinweise auf Zusatzaufgaben an das WIndows System gekoppelt waren. Da ich seit 1997 Benutzerin des Internets bin aber nie gelernt habe, wie es technisch funktioniert, war der Kurs sehr interessant aber mir fehlte Vorwissen, was einfach voraus gesetzt wurde. Das mag für junge Menschen richtig sein aber für ältere gewiss nicht. Ich hätte mir für die Berechnung der Binären Zahlen ein Tuturial gewünscht, was mir bei diesem Thema hilft.
Ich würde jederzeit dankbar wieder einen Kurs Beim Hasso Plattner Institut belegen. Ich bitte aber daran zu denen, dass die meisten, selbst "Arbeitslose" (laut Statistik, wie Selbstständige Aufstocker, Akademiker, die als Regaleinräumer für 5 Euro die Std. arbeiten usw.) generell Einkommenschwache, die lernen wollen, mindestens einen Volltagsjob haben. Für eine Frau, die immer eine gewisse Doppelbelastung, zum Beispiel als Mutter hat, war der Zeitaufwand des Kurses Internetworking zu groß. Einen Kurs verteilt auf 2 bis 4 Wochen mehr würde ich vorziehen, denn müde lernt es sich nicht so gut. Alles in allem aber ein riesiges Dankeschön an das Hasso Plattner Institut, dass uns eine kostenlose Weiterbildung ermöglicht. Lieben Dank Brigitte Plattner, (Mein Geburtsname)

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