Uni Duisburg-Essen
Direktorin für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen
Sie ist in ihrem Fach bundesweit die einzige Frau mit einem Lehrstuhl: Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel, neue Direktorin an der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen des Universitätsklinikums der Universität Duisburg-Essen (UDE). Sie leitet zudem den Bereich Forschung und Lehre im Zentrallabor. Die 42-Jährige folgt dem kürzlich emeritierten Prof. Dr. Klaus Mann nach.
Mit Dagmar Führer-Sakel kommt eine überaus erfahrene Expertin für
hormonelle Störungen an die UDE: Das Medizinstudium absolvierte sie in
Gießen, Dublin und London. Promotion (1996) und Habilitation (2004)
legte sie an der Universität Leipzig ab. Als Postdoc ging sie
zwischenzeitlich nach Cardiff, wo sie zusätzlich den Ph.D. erwarb. Sie
leitete mehrere Jahre eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und machte ab 2003 am Leipziger Uniklinikum
Karriere: Die Fachärztin für Innere Medizin mit Spezialisierungen in
Endokrinologie, Diabetologie und Andrologie war zunächst Oberärztin, ab
2006 leitende Oberärztin und ab 2008 dann stellvertretende
Klinikdirektorin. 2011 wurde sie zur Vizepräsidentin der Deutschen
Gesellschaft für Endokrinologie gewählt.
An der UDE will sie sich der Frage widmen, wie Tumoren der Hormondrüsen
(endokrine Tumoren), vor allem der Schilddrüse, und neuroendokrine
Tumoren entstehen. Denn wenn die molekularen Mechanismen bekannt sind,
lassen sich neue individualisierte Therapiekonzepte entwickeln. „Essen
soll d a s deutsche Referenzzentrum für endokrine Tumoren werden“, sagt
die Professorin. „Die Voraussetzungen am Uniklinikum sind sehr gut: Es
gibt bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Nuklearmedizin
und dem Institut für Pathologie, die ausgebaut wird.“
Außerdem erforscht Führer-Sakel, was auf der zellulären Ebene passiert,
wenn Schilddrüsen-, Hirnanhang-, Nebennieren- oder Sexualhormone wirken:
„Hormone beeinflussen praktisch alle Stoffwechselvorgänge im
menschlichen Organismus, sie sind für die Entwicklung und Funktion der
Organe verantwortlich und steuern diese. Sie sind aber auch an der
Entstehung von Krebs beteiligt. Die Endokrinologie ist somit ein echtes
Querschnittsfach, und ich sehe innerhalb der Medizinischen Fakultät
viele Verknüpfungen mit der Herz-Kreislaufmedizin und Onkologie“, sagt
sie.
Aber auch andere Bereiche der Stoffwechselmedizin sollen in der
neubenannten Klinik einen gewichtigeren Stellenwert erhalten. Von
besonderem Interesse ist dabei die Diabetologie.
In der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist ihr Wissen um Hormonwirkung
hoch angesehen: Die UDE-Professorin koordiniert das Schwerpunktprogramm
„Thyroid Trans Act“, das die DFG gerade ausgeschrieben hat.
Kontakt: http://www.uk-essen.de/index.php?id=leistungsspektrum0&L=3
(Redaktion)
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Tags:- Direktorin
- Endokrinologie
- Stoffwechselerkrankungen
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Bild Nr. 1 © UDE

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