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 01.11.2017  

ETH Zürich
Chemikerin Helma Wennemers erhält Inhoffen-Medaille 2017

Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten in der synthetischen Chemie wird Prof. Helma Wennemers mit der angesehenen Inhoffen-Medaille 2017 geehrt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), dem Förderverein des HZI und der Technischen Universität Braunschweig verliehen. Wennemers hat an der ETH Zürich eine Professur für Organische Chemie inne. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsgruppe liegt auf der chemischen Herstellung niedermolekularer Verbindungen mit definierter Funktion, die beispielsweise in neuen Materialien oder in der Tumortherapie zum Einsatz kommen könnten.

Die diesjährige Preisträgerin Prof. Helma Wennemers hat einen ganz besonderen Bezug zur Inhoffen-Medaille: Der Chemiker Hans Herloff Inhoffen, zu dessen Gedenken der Preis seit 1994 vergeben wird, war sozusagen Wennemers wissenschaftlicher Großvater. Denn ihre Diplomarbeit absolvierte Wennemers beim ersten Inhoffen-Preisträger überhaupt, Prof. Gerhard Quinkert, der einst im Labor von Inhoffen promoviert hatte. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Inhoffen-Vorlesung verliehen, bei der Helma Wennemers ihre Forschungsarbeit in einem Vortrag mit dem Titel „Catalytically Active Peptides – Minienzymes?“ vorstellt. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Prof. Mark Brönstrup, der am HZI die Abteilung „Chemische Biologie“ leitet.

Die Inhoffen-Vorlesung ist eine gemeinsame Festveranstaltung des HZI, der Technischen Universität Braunschweig und des Fördervereins des HZI. Sie findet am Dienstag, 7. November 2017, um 15 Uhr im Forum des HZI statt. An den Festakt schließt sich ab ca. 17 Uhr ein Get-together an.

Helma Wennemers studierte Chemie an der Universität Frankfurt und absolvierte ihre Doktorarbeit an der Columbia University, New York (USA). Anschließend ging Wennemers an die Universität Nagoya, Japan, wo sie rund zwei Jahre als Wissenschaftlerin arbeitete. Im Jahr 1999 erhielt sie eine Stiftungsprofessur an der Universität Basel und folgte 2010 einem Ruf an die ETH Zürich auf den Lehrstuhl für Organische Chemie.

Im Rahmen der Inhoffen-Vorlesung würdigt der HZI-Förderverein außerdem herausragende lebenswissenschaftliche Dissertationen, die am HZI und der Technischen Universität Braunschweig abgeschlossen wurden. Träger der mit je 1000 Euro dotierten Förderpreise sind in diesem Jahr Dr. Tobias Bock vom HZI und Dr. Islam El-Awaad von der Technischen Universität Braunschweig. Bock promovierte über einen Biosyntheseweg in Myxobakterien, El-Awaad über einen Stoffwechselweg in der Arzneipflanze Johanniskraut. Beide Preisträger stellen ihr jeweiliges Promotionsthema in einem Kurzvortrag vor.

Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Hansjörg Hauser vom Förderverein des HZI unter Foerderverein@helmholtz-hzi.de oder 0531 6181-5000 und Dr. Andreas Fischer aus der HZI-Pressestelle unter andreas.fischer@helmholtz-hzi.de oder 0531 6181-1405 zur Verfügung.

Hans Herloff Inhoffen und die gleichnamige Medaille:
Zum Gedenken an den 1992 verstorbenen Chemiker Prof. Hans Herloff Inhoffen veranstalten die Technische Universität Braunschweig und das HZI (damals noch: Gesellschaft für Biotechnologische Forschung, kurz GBF) seit 1994 jährlich die Inhoffen-Vorlesung, bei der der gleichnamige Preis vergeben wird. Inhoffen lehrte von 1946 bis 1974 an der Technischen Universität Braunschweig und amtierte dort von 1948 bis 1950 als Rektor. Er gründete darüber hinaus 1965 das „Institut für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik“, das Vorläufer-Institut des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Chemie
  • Forschung
  • Infektion

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © ETH Zürich

 



 
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