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 18.01.2012  

Carla Kriwet
Gastspiel im hohen Norden

Drägerwerk steht auf den weißen Fahrzeugen mit dem Kennzeichen HL, also Hansestadt Lübeck. Was genau das Unternehmen aus Schleswig-Holstein macht, nun, das wissen beiweiten nicht allzu viele Menschen.

Bei Dräger geht es um Medizin- und Sicherheitstechnik, Dräger beliefert zum Beispiel Krankenhäuser mit Gasen. Was noch weniger Menschen wissen: Es gibt da wirklich an der Unternehmensspitze einen Herrn Dräger, Vorname Stefan, und dies schon in fünfter Generation.

Das mittelständische Familienunternehmen steht momentan besser da denn je. Und für die auf die Zukunft ausgerichtete Fitness sorgte im vergangenen Jahr unter anderem Carla Kriwet. Kriwet wechselte Anfang 2011 von der Linde AG zu Dräger und rückte dort in den Vorstand auf. Und damit in die Führung eines Unternehmens mit weltweit 11.000 Mitarbeitern.

Der berufliche Werdegang von Carla Kriwet verlief geradezu vorbildlich. Ihr Studium der Betriebswirtschaft in Würzburg und St. Gallen schloss sie 1997 mit der Promovierung ab. „Magna cum laude“ stand unter dem Papier. Erste Station die Boston Consulting Group in London. Auslandserfahrung sammeln, für die groß gewachsene Blondine der Normalfall, war sie doch nach dem Abitur in Burundi unterwegs, um in Sachen Aids aufzuklären – und die schrecklichen Ausmaße der Krankheit hautnah mitzuerleben.

2003 dann der Wechsel zu Linde nach Wiesbaden. Der Umzug des Unternehmens nach München beschert Kriwet einen weiteren Standortwechsel. Sie lernt den von Ex-BMW-Chef Wolfgang Reitzle gelenkten Weltkonzern auf unterschiedlichen verantwortungsvollen Positionen kennen und ist zuletzt für das Segment Healthcare in Nord- und Zentraleuropa zuständig.

Der Wechsel von München nach Lübeck, von Linde zu Dräger lässt sie in den Vorstand des Unternehmens aufrücken. Sie verantwortet die Bereiche Vertrieb und Marketing, ist eine der wenigen Frauen deutschlandweit im Vorstand eines der Topunternehmen – und scheidet überraschenderweise nach nur knapp einem Jahr bei Dräger wieder aus.

Sie erhält eine üppige Abfindung, ansonsten wurden keine weiteren Details bekannt gegeben. Carla Kriwet, jetzt 40 Jahre alt, hat es geschafft, einen anspruchsvollen Beruf und ihr Privatleben perfekt zu synchronisieren. Drei Kinder auf der einen Seite und die erfolgreiche Managementtätigkeit bei Top-Konzernen andererseits waren für sie kein Problem, sondern Herausforderung. Und wenn es jetzt mal eine Weile etwas mehr Kind heißt, ist das sicherlich nicht die schlechteste Lösung.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Carla Kriwet
  • Dräger-Vorstand
  • Ausstieg

 

 

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