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 27.04.2018  

Existenzgründung
Frauen sind in Deutschland stark vertreten

Der derzeitige Boom in der Wirtschaft sorgt für jede Menge Arbeitsplätze. Das hat Auswirkungen auf die Zahl der Existenzgründungen. Der Gründungsmonitor 2017 der Kreditbank für Wiederaufbau weist auch für das Jahr 2016 einen leichten Rückgang auf. Insgesamt sind im vergangenen Jahr in Deutschland rund 672.000 Existenzgründer gezählt worden. 40 Prozent der Gründer waren Frauen. Bei ihnen sind Gründungen als Nebenerwerb deutlich besser vertreten als der Start in eine selbstständige oder freiberufliche Vollexistenz.

Zum Gründungsmonitor 2017 der Kreditbank für Wiederaufbau hier.

Welche Krankenversicherung ist für Gründerinnen die beste Wahl?

Eine sehr wichtige Entscheidung im Vorfeld einer Existenzgründung ist die Wahl der Krankenkasse. Bei der Entscheidung zwischen der GKV und der PKV spielen vor allem die Kosten eine wichtige Rolle.

Bei der Krankenversicherung für Freiberufler und mit Gewerbeschein Selbstständige war die Einführung der Unisex-Tarife bei den privaten Krankenkassen ein Meilenstein für Frauen. Sie mussten in der Vergangenheit häufig geschlechterspezifische Zuschläge hinnehmen. Sie stammten allein aus der Tatsache, dass Frauen die Kinder bekommen.

Ob für Existenzgründerinnen eine freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) oder der Vertrag mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) die bessere Wahl ist, hängt von vielen Kriterien ab. Dazu zählen das Alter und die Anzahl der vorhandenen Kinder. Für Kinder müssen in der PKV separate Versicherungen angeschlossen werden, wenn keine Möglichkeit besteht, sie über den anderen Elternteil in eine kostenfreie Familienversicherung aufzunehmen. Allein schon dadurch könnte die freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse lukrativer sein.

Das erzielbare Einkommen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei der PKV berechnen sich die Beiträge nach den vereinbarten Leistungen, während die GKV die Beiträge bis zur Bemessungsgrenze einkommensabhängig erhebt. Auch sollten die Möglichkeiten des Wechsels zurück von der PKV zur GKV nicht unberücksichtigt bleiben. Ihnen kommt vor allem im voranschreitenden Alter eine große Bedeutung zu.

Gründerinnen sollten keine Fördermöglichkeiten und Zuschüsse verschenken!

Trotz der guten Konjunkturlage und der stetig sinkenden Arbeitslosenquote werden Existenzgründungen in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin gefördert. Wer aus einer Arbeitslosigkeit heraus gründen möchte, kann beim Arbeitsamt Übergangsgeld und kleinere Zuschüsse für die Ausstattung beantragen. Auch die Kosten für vorbereitende IHK-Schulungen können vom Arbeitsamt übernommen werden.

Hinzu kommen spezielle Darlehen für Existenzgründer, wobei vor allem die Programme der KfW beachtet werden müssen. Dazu ist wissenswert, dass es die Kredite inzwischen nicht mehr nur für Existenzgründungen in Deutschland gibt. Mittlerweile steht auch ein Förderdarlehen für Gründungen im europäischen Ausland zur Verfügung, bei welchem die höchstmögliche Kreditsumme sogar über einer halben Million Euro liegen kann.

Sowohl bei den Förderungen durch das Arbeitsamt als auch bei den Förderkrediten muss beachtet werden, dass die Tätigkeit erst nach dem Vorliegen der dazugehörigen Bescheide aufgenommen werden darf. Muss er bei einer sogenannten Chancengründung einmal besonders schnell gehen, können formlose Anträge auf die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn eingereicht werden.

Wer kann eine erfolgreiche Existenzgründung noch unterstützen?

Das Wichtigste bei einer Existenzgründung ist die Frage, ob die Familie dahintersteht. Vor allem in der Startphase ist der Zeitaufwand sehr hoch. Gründerinnen mit Kindern sind immer auf die Unterstützung durch die Partner, die Eltern und Großeltern angewiesen, weil sich die Termine der beruflichen Tätigkeit häufig nicht mit den Öffnungszeiten von Kinderkrippen, Kindergärten und Schulorten in Übereinstimmung bringen lassen. Außerdem müssen Gründerinnen klären, von wem ihr Nachwuchs beispielsweise im Krankheitsfall oder in den Schulferien betreut werden kann, denn eine Unterbrechung der unternehmerischen Tätigkeit über mehrere Wochen hinweg hat vor allem in der Startphase gravierende Auswirkungen auf die Erfolgschancen.

Weitere Unterstützung können sich Existenzgründerinnen bei sogenannten Business Angels holen. Dabei handelt es sich um erfahrene Unternehmer, die neben finanziellen Beteiligungen an der Gründung auch ihr Wissen und ihre geschäftlichen Kontakte zur Verfügung stellen. Wer das Potenzial der Business Angels nutzen möchte, sollte jedoch wissen, dass dadurch häufig die unternehmerische Freiheit eingeschränkt wird, indem sich die Investoren ein Mitspracherecht sichern. Wer lieber allein und völlig frei entscheidet, sollte sich deshalb auf andere Geldquellen fokussieren.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Boom
  • Gründung

 



 
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