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Arbeitgeberwahl: Familienunternehmen beliebter als Börsentitel

, 02.10.2010 13:43 Uhr (Erik Bethkenhagen)

Gummersbach, 27. September 2010 Familienunternehmen sind attraktivere Arbeitgeber als Großkonzerne: 60 Prozent der Studierenden schätzen die Vorteile eines Familienunternehmens und möchten nach ihrem Studium in einem Familienunternehmen arbeiten. Vor allem sind die Berufseinsteiger von flacheren Hierarchien, größeren Gestaltungsspielräumen sowie mehr Menschlichkeit und einer besseren Work-Life Balance überzeugt.

Für das Arbeiten in einem Großkonzern sprechen eine vermeintlich bessere Bezahlung, ein höherer Grad an Internationalität und bessere Karrierechancen. Für die Studierenden überwiegen jedoch die negativen Aspekte: Sie verbinden mit einem börsennotierten Großkonzern Merkmale wie Konzerndruck, Anonymität und geringe Entfaltungsmöglichkeiten.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Befragung von 286 Studierendenden der Wirtschaftswissenschaften, durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum und der Franz Haniel & Cie. GmbH. „Nur wenige Unternehmen schaffen es, die positiven Aspekte beider Unternehmensformen miteinander in Einklang zu bringen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Kluge, Vorstandvorsitzender von Haniel. „Wir freuen uns, dass die Haniel-Unternehmensgruppe beide Welten unter einem großen Dach vereint und so die wesentlichen Attribute eines Familienunternehmens – wie Unternehmenskultur und Tradition – mit den Vorteilen eines internationalen Großkonzerns verbindet. Dadurch sind wir in der Lage, überaus interessante und vielseitige Karrieremöglichkeiten anzubieten.“

Perspektiven und Arbeitsklima sind wichtigste Entscheidungskriterien

Bei ihrer Arbeitgeberwahl legen Berufseinsteiger vor allem Wert auf Entwicklungsperspektiven und ein kollegiales Arbeitsumfeld. Für 72 Prozent der Befragten spielen sie eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber. 56 Prozent der Studierenden legen zudem Wert auf eigenverantwortliches Arbeiten und freie Gestaltungsmöglichkeiten. Fast ebenso bedeutend ist die Work-Life Balance (53 Prozent). Das Image eines Unternehmens und eine charismatische Geschäftsführung spielen bei der Wahl des Arbeitgebers dagegen nur eine untergeordnete Rolle. „Familienunternehmen werden diesen Anforderungen gerecht“, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications und Leiter der Kooperationsstudie. „Sie mögen teilweise etwas konservativer sein als große Unternehmen, dafür bieten sie den jungen Berufseinsteigern jedoch eine familiäre Atmosphäre und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten.“

Bosch ist beliebtestes Familienunternehmen

Aus dreizehn zur Wahl gestellten traditionellen Familienunternehmen geht die Robert Bosch GmbH als Sieger hervor. 48 Prozent der Befragten sehen sie als den attraktivsten Arbeitgeber. Die Unternehmen Henkel und Bertelsmann belegen die Plätze zwei und drei. Darüber hinaus wurden die dreizehn Familienunternehmen hinsichtlich der Kriterien Image, Karrierechancen, Beständigkeit und Corporate Responsibility bewertet. Auch hier setzte sich Bosch als eindeutiger Favorit durch, während Unternehmen wie Tengelmann und Lidl mit einem eher schlechten Image und mangelnden Karrierechancen kämpfen. Als sehr beständig wurden neben Bosch auch Unternehmen wie Aldi und Dr. Oetker bewertet, während Schaeffler und Tengelmann als eher unbeständig wahrgenommen werden.

Kommunikation verbesserungswürdig

Eines zeigen die vorliegenden Ergebnisse deutlich: dass bei vielen Absolventen ein falsches Bild hinsichtlich internationaler Karrieremöglichkeiten oder der Bezahlung bei Familienunternehmen vorherrscht. Hier sind Unternehmen wie Haniel zukünftig gefordert, stärker in der Öffentlichkeit zu kommunizieren, wofür sie stehen und was sie Absolventen bieten können.

Der Ergebnisbericht der Studie „Attraktivität von Familienunternehmen“ ist bei Kienbaum Communications, Ahlefelder Straße 47, 51645 Gummersbach (Fax +49 2261 703-639) erhältlich. Für Rückfragen steht Ihnen Erik Bethkenhagen gerne zur Verfügung:

Fon: +49 2261 703-579,
E-Mail: erik.bethkenhagen@kienbaum.de

www.kienbaum.de.


 

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