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 14.04.2018  

Arbeitszeiterfassung
Von schriftlich zu automatisiert: Der Wandel der Arbeitszeiterfassung

Flexible Arbeitszeiten und Home Office revolutionieren den Arbeitsalltag. Gerade für Eltern sind gelockerte Arbeitszeitregelungen eine Erleichterung. Auch wenn diese neuen Modelle eher in der Medienbranche angewendet werden, profitieren auch traditionelle Berufe von diesen Veränderungen. Flexible Arbeitsmodelle erfordern aber auch neue Methoden der Arbeitszeiterfassung.


Rechtliche Grundlage für die Arbeitszeiterfassung ist das Arbeitszeitgesetz aus dem Jahr 1994. Es regelt Höchstarbeitssätze und Pausenansprüche und macht die Arbeitszeiterfassung zur Pflicht. Das soll dazu dienen, Überstunden aufzudecken und zu vermeiden und alle Mitarbeiter angemessen zu entlohnen. Die genaue Methode der Arbeitszeiterfassung ist im Arbeitszeitgesetz nicht näher definiert, weswegen die Entscheidung letztlich beim Arbeitgeber liegt. Neben den traditionellen Methoden gibt es digitale Tools, die die Präsenzstunden effizienter erfassen.

Klassische Arbeitszeiterfassung: schriftlich bzw. manuell


Eine bewährte Methode ist die schriftliche Zeiterfassung. Sie ist allerdings zeitaufwendig, da selbst bei leicht unregelmäßigen Arbeitszeiten die gesamte Arbeitszeit für jeden Monat extra berechnet werden muss. Wird die Zeit vom Arbeitgeber erfasst, besteht die Möglichkeit, dass Überstunden des Mitarbeiters unterschlagen werden. Berechnet der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit hingegen selbst, könnte er unauffällig ein paar Stunden dazurechnen. Eine Excel-Tabelle bringt erste Verbesserungen in dieses Prozedere. Die Daten müssen zwar weiterhin händisch eingegeben werden, aber das Programm führt alle Rechenaktionen aus und die Daten können anschließend anderen beteiligten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden.

Die Stempeluhr wird erwachsen


Viele jüngere Arbeitnehmern dürften sie gar nicht mehr kennen: die Stempeluhr. Mittlerweile ist das Gerät, das jeden Morgen und Abend die Uhrzeit auf die Zeitkarten der Mitarbeiter druckt, eher ein Museumsobjekt. Aber das Prinzip der Stempeluhr wurde mittels elektronischer Zeiterfassungsgeräte weiterentwickelt. Dabei sind vor allem kontaktlose Chipkarten hervorzuheben, die die Anwesenheit des Mitarbeiters durch ein Funksignal an ein Hardwareterminal übermitteln. Der ursprüngliche Begriff des "Stempelns" hat sich dafür bis heute erhalten.

Digitale Zeiterfassung bis ins kleinste Detail


Online-Tools kommen ohne Geräte aus und sind eine gute Alternative zu den traditionellen Methoden der Arbeitszeiterfassung. Sie haben den Vorteil, dass Arbeitszeiten, Überstunden und Gehalt automatisch erfasst und berechnet werden. Zudem werden Urlaubsansprüche übersichtlich dargestellt, damit Abwesenheiten besser geplant werden können. Solchen digitalen Anwendungen liegen verschiedene Prinzipien zugrunde: Entweder müssen die Mitarbeiter ihre individuellen Arbeitszeiten manuell eintragen oder die Präsenzstunden werden über das Einloggen im Programm berechnet. Ein dritter Weg ist die Anmeldung über mobile Endgeräte wie das Smartphone. Eine solche Lösung ist speziell für Mitarbeiter im Außendienst interessant. Die digitale Zeiterfassung bietet den Vorteil, dass auch Raucherpausen und andere kurzzeitige Arbeitsunterbrechungen minutengenau erfasst werden können. Allerdings kann diese Kontrollmöglichkeiten dazu führen, dass die Arbeitnehmer sich überwacht fühlen und eine schlechtere Arbeitsatmosphäre entsteht.





 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Arbeitszeiten
  • Home Office

 



 
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